Hauenstein gegen Hitler
Die Geschichte einer konfessionellen Lebenswelt
von Theo Schwarzmüller
Das erste Dorf in Deutschland, das hundertprozentig die Hitlerbewegung wählte, war Darstein in der Pfalz. Dagegen stimmte die Nachbargemeinde Hauenstein noch 1933 bei der letzten Reichstagswahl fast geschlossen für das Zentrum. Mit deutlich über 90 Prozent gegen Hitler brach Hauenstein alle Rekorde im Reich. 75 Jahre nach der „Machtergreifung“ erzählt der Historiker Theo Schwarzmüller aufgrund von neuen Quellen, darunter unbekannten Gestapo-Akten, vom Aufstieg und Scheitern des Nationalsozialismus in einer Lebenswelt, die zwischen „Lutherköpfen“ und „Kreuzköpfen“ gespalten war.
Medienecho:
Geschichte ist eben sperrig. Die große und die kleine. Theo Schwarzmüller hat sie nachgezeichnet: „Hauenstein gegen Hitler“ heißt sein Beitrag zur historischen Wahlforschung ... Das katholische Hauenstein entwickelte sich zu einer Bastion gegen Hitler, das evangelische Darstein zum braunen Hort. Schwarzmüller hat diese Entwicklung sozialgeschichtlich aufgearbeitet.
Berliner Zeitung
Schwarzmüller weist in seinem Buch akribisch nach, in welch vielfältiger Weise das streng katholische Arbeiter- und Bürgermilieu bis zuletzt als Bollwerk gegen den braunen Fanatismus hielt. Und wie auf der anderen Seite die protestantischen Nachbarn sich als so anfällig für den Radikalismus erwiesen. Historiker haben dies längst als Tendenz für das gesamte Deutschland erkannt. Nichts aber macht sie so greifbar wie Schwarzmüllers Ansatz, den Unterschied auf zwei Nachbargemeinden herunterzubrechen.
Die Welt
Der Autor will nach dem berühmten Wort Rankes wissen, wie es damals gewesen ist – er will es nicht nachträglich besser wissen. Dazu entwirrt er die Fäden, die die lokale Geschichte in der Pfalz mit der nationalen Geschichte im Deutschen Reich verwoben haben. Dazu erzählt er, und bewahrt damit vor dem Vergessen, Biographisches und Alltägliches der Menschen.
Der Pilger, Speyer
All jene kleinen und großen Beispiele von Verweigerung und Widerstand hat der Autor sehr anschaulich und vor allem außerordentlich interessant lesbar dargestellt ... Schwarzmüller verfolgt auch den Weg jener Personen, die im gleichgeschalteten Hauenstein das Sagen hatten, durch die Entnazifierung und weiteres öffentliches Leben. Er tut dies ohne moralisierenden Zeigefinger – nüchtern und sachlich.
Die Rheinpfalz, Ausgaben Pirmasens/Zweibrücken
Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl bescheinigte dem Autor bei der Buchvorstellung, ein Gespür zu haben für das, was Geschichte ausmache ... Seine Bücher, ob über Reichskanzler Bismarck, über Generalfeldmarschall Mackensen oder über die Geschichte der Pfalz im 20. Jahrhundert, verkaufen sich ausnehmend gut und finden in den Medien große Resonanz.
Pirmasenser Zeitung
Theo Schwarzmüller leuchtet auch aus, wie das gegen den Totalitarismus resistente katholische Milieu aktuell nachwirkt ... Die Nachkommen können so zu den Stärken und Schwächen ihrer Eltern- und Großelterngeneration ein Verhältnis entwickeln, das sie heute wiederum gegen bedenkliche politische Entwicklungen sensibel werden lassen kann.
Die Tagespost, Würzburg
Auf welche Strukturen könnten wir uns heute stützen, wenn uns solche Versuchungen wie damals der Nationalsozialismus ins Haus stehen sollten? Wer das Buch von Schwarzmüller liest, erkennt die Brisanz der Frage.
Berliner Morgenpost
Ein ansprechendes, lebendiges Buch, nicht nur für Pfälzer, sondern alle Geschichtsinteressierten. Man lernt, wie es eben damals war, und lernt auch etwas für die Zukunft.
Amazon
Ein spannend erzähltes Stück Zeitgeschichte, dem man sowohl die historische Sachkenntnis wie die journalistische Ausbildung des Autors anmerkt.
Die Rheinpfalz, Ludwigshafen
Hauenstein gegen Hitler · 14,80 Euro · Gebundene Ausgabe · 180 Seiten
ISBN-13: 978-3-927754-62-1
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